Als Moralphilosoph war Adam Smith, der Gründer der klassischen Ökonomie, schon von seiner Berufsbezeichnung her ein Geisteswissenschaftler. Das Selbstverständnis der Ökonomik hat sich seitdem in eine andere Richtung entwickelt: „more geometrico“ wurde als Ideal angesehen und in der Gegenwart scheint der geistes-, gesellschafts- und geschichtswissenschaftliche Hintergrund kaum mehr präsent zu sein. Dem stellt sich die „Sozioökonomie“ entgegen.

Die disziplinären Ursprünge der Sozioökonomie, ihre fachwissenschaftlichen und -didaktischen Facetten sowie Fragen der Wirkungsforschung sollen Themen unserer Tagung sein. Davon ausgehend, dass die Sozioökonomie keine Natur-, sondern eine multiparadigmatische Sozialwissenschaft darstellt, soll der Frage nachgegangen werden, ob – und wenn ja, inwieweit – fachwissenschaftliche Prinzipien der Interdisziplinarität, der Pluralität und der Ethik in hochschul- und fachdidaktische Konzeptionen integrierbar sind.

Donnerstag, März 16, 2017 bis Samstag, März 18, 2017