Historizität und Sozialität in der sozioökonomischen Bildung

2. Jahrestagung GSÖBW | 27.2. - 1.3.2018 | Akademie für Politische Bildung Tutzing

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2. Themenband in der Reihe Sozioökonomische Bildung und Wissenschaft (Springer VS)

Die Tagung und der dazugehörige Themenband widmen sich den Verbindungslinien zwischen ökonomischer, historischer und gesellschaftlicher Bildung, den fachwissenschaftlichen Begründungszusammenhängen sowie den fachdidaktischen Konzepten und Praxen in schulischen wie hochschulischen Bildungsgängen. Ausgehend von der Annahme, dass Historizität und Sozialität angesichts der historischen Bedingtheit sowie der gesellschaftlichen Einbindung ökonomischer Institutionen, Strukturen und Prozesse, der Kontingenz gesellschaftlicher Strukturen sowie der Geschichtlichkeit ihrer Gegenstände und Begriffe zentrale Konzepte sozioökonomischer Bildung darstellen, sollen die Beiträge zum Themenband deren theoretische und praktische Relevanz für die sozioökonomische Bildung erörtern.

Um der Frage nachzugehen, wie der Gegenstandsbereich Wirtschaft in seine gesellschaftlichen und historischen Kontexte eingebettet werden kann, sind Beiträge aus allen Bezugsdisziplinen sozioökonomischer Bildung willkommen. Insbesondere sollen Bezüge zur Geschichte und Soziologie sowie zur Volks- und Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftspädagogik, Politikwissenschaft, Philosophie und Ethik hergestellt werden. Dazu gehört auch die Frage, wie sich ihre unterschiedlichen Perspektiven mit Blick auf soziale undhistorische Kontexte von Wirtschaft aufeinander beziehen lassen.

Für Präsentationen auf der Tagung sowie für Beiträge zum bereits vor der Tagung vorbereiteten Themen- band bieten sich insbesondere folgende Schwerpunktsetzungen an:

  1. Welche historischen Entwicklungslinien kennzeichnen sozioökonomische Strukturen und Prozesse? Inwiefern ist ihre gesellschaftliche Einbindung und Bedingtheit prägend für die Sozioökonomie? Wie äußert sich die Interdependenz von Wirtschafts- und Gesellschaftssystem?
  2. Welche Verbindungen gibt es zwischen historischer, ökonomischer, politischer und soziologischer Bildung? Wie lassen sich die realen Verknüpfungen zwischen deren Gegenstandsbereichen in interdisziplinäre (didaktische) Konzeptionen für die sozioökonomische Bildung umsetzen?
  3. Wie können sich Lernende an Schulen und Hochschulen mit der Historizität und Sozialität von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im Rahmen sozioökonomischer Bildung angemessen auseinandersetzen? Welche Ansätze und Verfahren, Kategorien und Konzepte können dafür hilfreich sein, die Einbettung von Personen, wirtschaftlichen Denkweisen, Organisationen und Institutionen in Geschichte, Gesellschaft und Kultur in schulischen und hochschulischen Bildungsprozessen zu erschließen? Welche methodischen, didaktischen und unterrichtspraktischen Folgerungen lassen sich daraus ableiten?

Bitte melden Sie eine Präsentation für die Tagung und/oder einen Beitrag zum Themenband in Form eines Abstracts bis spätestens zum 10. August 2017 an; Einzelheiten finden sich unten. Geben Sie bitte auf Ihrem Abstract an, ob es (a) für die Tagung, (b) für den Themenband oder (c) für Tagung und Themenband vorgesehen ist.

Alle Beiträge zum Themenband werden in einem mit der GSÖBW abgestimmten Verfahren doppelt blind begutachtet. Der Themenband erscheint im Sommer 2018 unter dem Titel „Historizität und Sozialität in der sozioökonomischen Bildung“ als Band Nr. 2 der neuen Buchreihe „Sozioökonomische Bildung und Wissenschaft“ im Verlag Springer VS. Die Reihe wird von Christian Fridrich (Wien), Silja Graupe (Bernkastel-Kues), Reinhold Hedtke (Bielefeld) und Georg Tafner (Graz) im Namen der Gesellschaft für sozioökonomische Bildung und Wissenschaft (GSÖBW) herausgegeben.

Rahmenbedingungen:

  • Abstracts sind in deutscher oder englischer Sprache im Umfang von max. 250 Wörtern zu verfassen. Sie enthalten Namen, E-Mail-Adressen, institutionelle Verortung der Autorinnen und Autoren, Arbeitstitel sowie – soweit anwendbar – Hinweise auf Themen-, Problem- und Fragestellung, Zielsetzung, theoretische Konzepte, methodisches Design und erwartete Ergebnisse.

  • Abstracts zur Tagung und/oder zum Themenband reichen Sie bitte bis zum 10. August 2017 an folgende Adresse ein: eberhardt@soz.uni-frankfurt.de.

  • Die Beiträge zum Themenband sind bis zum 20. Dezember 2017 einzureichen. Sie umfassen max. 55.000 Zeichen (mit Leerzeichen). Grafiken, Tabellen und das Literaturverzeichnis verringern die verfügbare Wörterzahl.

Dienstag, Februar 27, 2018 bis Donnerstag, März 1, 2018
Akademie für Politische Bildung Tutzing
Buchensee 1
82327 Tutzing